Atemberaubende Weihnachtsdekoration ’20

Alpine Weihnachtdekoration: Selbst Basteln mit Naturmaterialien und nebenbei den Geldbeutel schonen - wir zeigen Euch, wie's geht!

Die Adventszeit steht in den Startlöchern und das Weihnachtsfest rückt immer näher. Viele von uns haben gerade in diesem Jahr mehr freie Zeit als gewöhnlich, angesichts der weltweiten Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Maßnahmen. Umso mehr ein Grund, bei der Weihnachtsdekoration für die Festtage selbst Hand anzulegen und der Kreativität freien Lauf zu lassen. Das Basteln der eigenen Weihnachtsdekoration vertreibt nicht nur die Langeweile, sondern schont auch den Geldbeutel.

Der große Nachteil konventioneller Weihnachtsdekoration ist nämlich vor allem die fehlende Nachhaltigkeit: Die Dekoration der letzten Jahre verstaubt oft in Kellern oder auf Dachböden, denn fast jedes Jahr kommt etwas Neues dazu. Die gekaufte Deko hat meist einen weiten Transportweg hinter sich und bringt zudem einiges an Plastik(-verpackungen) mit sich.

Fällt die Entscheidung hingegen auf selbst Gebasteltes, so schont man nicht nur Ressourcen, sondern kann sich mit dem Sammeln der Naturmaterialien bei Spaziergängen und Wanderungen und deren anschließender Verarbeitung wunderbar die Zeit vertreiben.

Weihnachtsbaum-Alternative

Ein echter Tannenbaum, der von der Familie geschmückt wird und seinen Duft im Wohnzimmer verströmt, hat Tradition und ist für viele ein Muss für das Weihnachtsfest. Wer doch einmal etwas anderes ausprobieren möchte (oder einfach nur keine Lust auf die Nadeln, die sich überall verteilen, hat 😉), sollte es einmal mit einem Weihnachtsbaum aus Holz versuchen. 

Variante 1: Freistehend

Für einen freistehenden Weihnachtsbaum aus Holz wird eine Vielzahl an unterschiedlich dicken und langen, möglichst geraden Ästen (je nachdem, wie groß der Baum werden soll), eine gerade Metallstange und einen Baumstamm bzw. ein großes Stück Holz als Fuß benötigt .

Die Äste können ganz einfach auf Spaziergängen durch den Wald selbst gesammelt werden.
Zu Beginn sollten die Äste am Besten nach Größe sortiert werden, denn sollten nicht genug Äste in unterschiedlichen Längen vorhanden sein, kann jetzt noch mit der Säge nachgeholfen werden.

Mithilfe eines Holzbohrers wird nun ein Loch in den Baumstamm gebohrt und die Metallstange fest hineingesteckt – fertig ist der Fuß für den selbstgemachten Baum.
Anschließend werden die Äste alle mittig durchbohrt, so dass sie der Größe nach auf die Stange „aufgefädelt“ werden können. Als Spitze eignet sich ein Holzstern oder auch eine klassische Baumspitze, je nach Belieben.

Ob der Baum schließlich geschmückt wird oder nicht – außergewöhnlich und einzigartig ist er allemal!

Variante 2: Hängend

Auch für diese Variante werden verschieden große, möglichst gerade Äste benötigt (jedoch um einiges weniger als für Variante 1), sowie dicke Kordel, ein bis zwei Tannenzweige, Tannenzapfen und ggf. weitere Naturmaterialien zum Verzieren.

Die Äste werden zunächst der Größe nach sortiert und anschließend horizontal übereinander angeordnet. Nun kommt die Gartenschere zum Einsatz: Die Äste werden nun so zurechtgeschnitten bzw. gekürzt, dass sie eine Tanne bilden. Anschließend werden die Enden auf beiden Seiten mit der Kordel miteinander verknüpft, sodass ein zusammenhängender „Baum“ entsteht.

Der fertige Baum kann schließlich dekoriert werden: Tannenzweige, Tannenzapfen, Bänder oder anderer Schmuck können mithilfe einer Heißklebepistole an den Ästen befestigt werden.
Zu guter Letzt kann je nach Belieben noch eine dünne Lichterkette um die Äste geschlungen werden, bevor der außergewöhnliche Weihnachtsbaum seinen Platz an der Wand einnimmt.

Baumscheiben-Anhänger

Um einzigartige Anhänger für den Weihnachtsbaum oder als weihnachtliche Dekoration für die Geschenke zu zaubern, werden dünne Baumscheiben, Schablonen und entweder silbernen/goldenen Sprühlack oder weiße Kreidefarbe benötigt.

Die Baumscheiben können einfach selbst hergestellt werden, indem ein rundes Stück Holz (etwa 10-15 cm Durchmesser) in 2-4 cm dicke Scheiben geschnitten wird. Auch die Schablonen können aus Pappe oder ähnlichem Material selbst gefertigt werden.
Je nach Geschmack werden die Schablonen auf die Baumscheiben gelegt und entweder mit dem Lack besprüht oder mit der Kreidefarbe bemalt.

Sobald der Lack bzw. die Farbe getrocknet ist können die Scheiben mit einem Loch versehen und mithilfe von Kordel oder festlichen Bändern zu einem Anhänger gemacht werden.

Weihnachtsdekoration Anhänger
Quelle: Unsplash

Ausgefallene Weihnachtsdekoration für Tisch und Tafel

Diese Idee ist nicht nur einfach, sondern auch an Nachhaltigkeit nicht zu überbieten, denn das Grundelement kann das ganze Jahr wiederverwendet werden! Die Rede ist von Weckgläsern, befüllt mit unterschiedlichsten Materialien: Moos, Tannenzapfen, Stücke eines Tannenzweiges, kleine Christbaumkugeln oder Zimtstangen – der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Der Rand des Weckglases kann mit dicken, festlichen Bändern und Kordeln verziert werden – fertig ist die perfekte Weihnachtsdekoration.
Das Schönste an dieser Idee: Sind die Festtage vorüber, können die Gläser einfach geleert und je nach Saison neu befüllt werden.

Adventskranz

Adventskränze werden zwar schon lange nicht mehr nur ausschließlich rund oder aus Tannenzweigen gefertigt, aber vielleicht können wir mit den alpinen Natur-Varianten doch noch für eine kleine Überraschung sorgen.


Wie wäre es etwa mit einem Adventskranz komplett aus Holz?


Benötigt werden für ein solches Modell lediglich ein ausreichend großes Holzscheit, vier Stabkerzen, ein wenig Moos und einige kleine Tannenzapfen. Das Holzscheit sollte möglichst gerade gespalten sein, sodass die aufliegende Fläche möglichst wenig wackelt.

Mithilfe eines Holzbohrers werden auf der abgerundeten Seite des Scheits Löcher gebohrt, jedoch nur so tief, dass Stabkerzen darin platziert werden können. Anschließend werden das Moos und die Tannenzapfen mit einer Heißklebepistole um die Kerzen herum dekorativ festgeklebt. Tipp: Sollten die Löcher doch etwas zu breit für die Kerzen sein, kann das Moos auch wunderbar zur Stabilisation der Kerzen genutzt werden.

Weihnachtsdekoration Geweih
Quelle: Unsplash

Keine Lust auf Holz? Kein Problem! Wie wär’s stattdessen mit einem Geweih?

Mag sich erst einmal seltsam anhören, doch auch das abgeworfene Geweih eines Hirsches gibt einen hervorragenden Adventskranz ab.
Hierfür werden neben einem ausreichend großen Geweih auch vier Kerzenhalter und Kerzen, sowie nach Belieben Tannenzweige und Tannenzapfen zum Verzieren benötigt.

Je nach Geweih müssen eventuell noch verschiedene Stellen zurechtgeschliffen werden, damit es genügend Auflageflächen hat und nicht einfach umfällt. Ist dies einmal geschafft, geht es ans Bohren der Löcher für die Kerzenhalter. Sind diese sicher befestigt, können die Kerzen darauf platziert werden.

Ob hier schon Schluss ist, entscheidet der eigene Geschmack: Wem das zu minimalistisch ist, der hat die Möglichkeit unter dem und um das Geweih herum Tannenzweige und Tannenzapfen zu platzieren. Der Vorteil dieser Variante ist, dass das Geweih auch während des restlichen Jahres genutzt werden kann, nicht nur als Weihnachtsdekoration.

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