Faschingskrapfen selber backen

Wusstest du, dass es früher üblich war, in der Faschingszeit zu heiraten? Oft kam das ganze Dorf zusammen, um das Hochzeitspaar hochleben zu lassen. Es wurde gebührend gefeiert, viel gegessen und ausgelassen getanzt.

Von diesem Brauch ist heute nicht mehr viel übrig. Das Feiern und Essen ist uns aber geblieben. Vor allem eine Köstlichkeit ist aus der Faschingszeit nicht mehr wegzudenken: der Faschingskrapfen. Traditionell wird er mit Marillenmarmelade gefüllt und mit Staubzucker bestäubt, heute wird er aber genauso gerne mit Vanillecreme gegessen oder mit Zuckerglasur überzogen.

Faschingskrapfen selbst gemacht

An alle Zuckerbäckerinnen und Zuckerbäcker – wir haben uns auf die Suche nach einem einfachen Rezept für die perfekten Faschingskrapfen gemacht und möchten dieses mit euch teilen. Für ca. 15 mittelgroße Faschingskrapfen braucht ihr:

  • 250 ml lauwarme Milch
  • 40 g Zucker
  • 40 g Germ
  • 250 g glattes Mehl
  • 250 g griffiges Mehl
  • 1 Teelöffel Salz
  • 40 g flüssige Butter
  • 4 Eidotter, zimmerwarm
  • Schale einer halben Zitrone
  • 1 kleines Stamperl Rum
  • Öl zum Ausbacken
  • Marmelade
  • Staubzucker
  • Teigschüssel
  • Topf zum Ausbacken
  • Dressiersack
  • Küchenrolle

Zutaten Faschingskrapfen

Als Erstes wird in der lauwarmen Milch der Germ mit einem Teil des Zuckers aufgelöst. Dabei sollten sich kleine Bläschen bilden. Das Germ-Gemisch auf die Seite stellen, damit es ein bisschen ruhen kann.

In einer Teigschüssel das Mehl, den restlichen Zucker und das Salz vermengen. Danach das Germ-Gemisch, die flüssige Butter und die Eidotter sowie die Zitronenschale und den Rum zu einem Teig kneten. Nun wird so lange geknetet, bis der Teig nicht mehr an der Schüssel klebt.

Den Krapfenteig an einen warmen Ort stellen, damit die Masse schön aufgehen kann. Zwischendurch kann der Teig mit einem Holzlöffel durchgeschlagen werden, damit er noch feiner wird. Der Krapfenteig sollte so lange ruhen, bis er sich verdoppelt hat.

Germteig für Faschingskrapfen

Jetzt geht’s an das Formen der späteren Krapfen. Hierzu werden 2-3 Esslöffel des Teigs so lange zwischen den Handflächen gedreht, bis eine gleichmäßig runde Kugel mit einheitlicher Oberfläche entsteht. Die fertig geformten Kugeln auf eine mit Mehl bestäubte Arbeitsfläche legen, flach drücken und nochmals für mindestens 15 Minuten ruhen lassen.

Faschingskrapfen vor dem Ausbacken

Während die Teigkugeln ruhen, kann das Fett erhitzt werden. Dabei sollten geschmacksneutrale Fette verwendet werden, wie beispielsweise Butterschmalz oder Rapsöl.


Tipp! Wichtig ist, dass das Fett die richtige Hitze hat. Ist es zu kalt, saugen sich die Krapfen mit dem Fett an. Ist das Fett zu heiß, verbrennt die Oberfläche wobei das Innere des Krapfens noch nicht durch ist. Um herauszufinden, ob das Fett die richtige Temperatur hat, kann eine kleine Teigkugel zur Probe gebacken werden. Schwimmt die Teigkugel an der Oberfläche und bilden sich kleine Bläschen rundherum, ist das Fett heiß genug.


Hat das Fett die richtige Temperatur, beginnt das Herausbacken. Dazu werden die Krapfen mit der flachen Seite nach unten in das heiße Fett gelegt. Nach ca. 3 Minuten sind sie auf einer Seite fertig und können umgedreht werden. Durch das beidseitige Backen erhalten die Faschingskrapfen den typischen weißen Rand in der Mitte. Die Krapfen sollten auf beiden Seiten gleichmäßig goldbraun gebacken sein. Die fertigen Krapfen auf Küchenpapier abtropfen und etwas abkühlen lassen.

Faschingskrapfen im heißen Fett

Für die Füllung haben wir uns ganz nach altem Brauch für Marillenmarmelade entschieden. Am schnellsten funktioniert das Füllen mit einem Dressiersack. Einfach die Marmelade mithilfe der Spritzkanüle in die Mitte des Krapfens drücken. Im letzten Schritt werden die gefüllten Krapfen noch mit Puderzucker bestäubt.

Faschingskrapfen mit Marillenmarmelade

Wir finden, am besten schmecken die selbstgemachten Faschingskrapfen, wenn sie noch lauwarm sind. Wir wünschen viel Spaß beim Nachbacken und Genießen!

Faschingskrapfen Herzregion


Über die Autorin:

Natalie Rosenkranz aus Oberndorf in Tirol studiert Tourismusmanagement an der FH Wien und bloggt auf der Herzregion über Süßes, Saures, Selbstgemachtes und Gschichtn aus der Region.