Heimische Lieferanten: Familienbetriebe

Zwei Generationen am Werk

Der Windhaglhof liegt abseits von allem Trubel, denn weder mit Handy noch mit Navi findet man den Weg hinauf zum Hof. Entweder man weiß, wie man zu dem romantischen alten Holzgebäude auf der kleinen Anhöhe gelangt – oder eben nicht und man muss sich durchfragen.

Bewirtschaftet wird der Windhaglhof von Johannes und seinem Opa Josef. In den Stallungen sind die eigens aufgezogenen Kälber zuhause, die von regionalen Wirten vorbestellt werden können. Besonders den KochArt-Wirten ist es wichtig zu wissen, woher das Fleisch, dass sie in ihrer Küche verarbeiten, kommt und dass es den Tieren vorher gut geht.

Die Kälber sind meist Kreuzungen – zum Beispiel aus Simmertaler Fleckvieh und Braunvieh. Gefüttert werden die Tiere ausschließlich mit Milch und Stroh als Festfutter. Doch nicht nur die Kälberaufzucht liegt Johannes: Auch für sein Stier- und Almochsenfleisch ist er bekannt.

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Johannes ist Jungbauer und hat vor wenigen Jahren den Hof von Opa Josef übernommen. Durch seine Ausbildung an der Landwirtschaftsschule Weidau hat er das nötige fachliche Wissen und die stetige Mitarbeit auf dem Hof stellte die praktische Komponente dar. Nun sind der junge Mann und sein Opa ein Team – und das, obwohl Opa Josef schon weit über 80 ist! Sobald es die Temperaturen möglich machen, werden das Jungvieh, die Stiere und die Ochsen im Frühling auf die Alm gefahren – jedes Jahr ein besonderer Moment für die zwei Männer vom Windhaglhof.

Im Hotel & Restaurant Alpenhof in Westendorf finden jedes Jahr Ende Juni die „Windauer Kalbswochen“ statt, während welcher das hervorragende Kalbfleisch von Johannes und seinem Opa verköstigt werden können. Neben Klassikern wie Kalbsrouladen, gefüllter Kalbsbrust und Tafelspitz kommen auch in Vergessenheit geratene Spezialitäten wie Tiroler Kalbsleber oder Kalbsbeuscherl auf den Teller. Wir wünschen „an Guadn“!

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Avantgardistisches Bio-Gemüse

Bei Gemüsebauer Toni kommt nur Bio aufs Feld – mit Recht. Seiner Felder befinden sich zwischen der Tiroler Ache und dem Niederkaiser und sind Ursprungsort von rund 60 verschiedenen Gemüsesorten, die dort in Mischkultur gedeihen. Hier finden sich dementsprechend fast alles, von Winterportulak über Melone bis Tomatenraritäten und Tiroler Hosbohnen.

Das Wetter im Blick zu haben ist das A und O – der studierte Agrarwissenschaftler nutzt dazu eine App auf seinem Smartphone. Bereits als kleiner Junge fing Toni an, sich inspiriert durch die Ansätze von Sepp Holzer ein eigenes Hügelbeet als Permakultur anzulegen. Nachhaltige Landwirtschaft – diesem Konzept ist er bis heute treu geblieben.

Er absolvierte Praktika in Indien und Frankreich und betreitb nun bereits seit 2011 mit seiner Frau Nina eine Vielfaltsgärtnerei am elterlichen „Graunerhof“.  Seine Großeltern stammen ursprünglich aus (alt-)Graun im Vinschgau – daher auch der Name „Graunerhof“. Auch sie waren bereits Selbstversorger und kannten sich bestens mit der Kultivierung und dem Anbau heimischer Pflanzen aus.

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Auf den zwei Hektar herrscht heute ganzjährig eine geschäftliche Betriebsamkeit. Der gesamte Prozess benötigt viel Fingerspitzengefühl: Von der Saat über die Aufzucht der Jungpflanzen bis hin zu der Bodenbereitung. Ein Betrieb, bei dem die ganze Familie mithilft und natürlich auch Geschäftspartner Matthias, der eine ebenso große Leidenschaft für die Materie hegt. Matthias und Toni möchten vor allem auf die Demut, die wir alle vor Mutter Natur, der Erde, dem Wasser und der Luft haben sollten und die sich ihnen jeden Tag bei ihrer Arbeit zeigt. Drei Elemente lassen durch eine feine Balance und etwas menschlichem Fingerspitzengefühl, Großartiges entstehen.

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Es ist also wenig verwunderlich, dass das Gemüse vom Biohof Hüttschader weit über die Grenzen des Bezirks bekannt und begehrt ist. Neben dem saisonalen Angebot weiß die Kundschaft insbesondere die hohe Qualität der biologisch angebauten Produkte zu schätzen. Besonders die Gemüsekisterl sind stets beliebt – wer es jedoch nicht schafft eines zu ergattern, findet Toni freitags auf dem St. Johanner Wochenmarkt. Für besonders Ungeduldige oder auch Spontane steht stets der „Gmias 2 Go“ Wagen mit saisonalen Gemüsespezialitäten am Hofeingang zur Verfügung.

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