Heimische Lieferanten: Fisch-Leo

KochArt-Lieferanten der Region: Fisch-Leo – Teil 1

Alles rund um den Fisch. Im Rahmen unserer Kooperation mit KochArt stellen wir Euch einige der Lieferanten der Region vor, denn die Bauern hier arbeiten noch so eng und verbunden mi der Natur zusammen, wie keine andere Berufsgruppe. Die aus dieser jahrhundertelangen Arbeit entstandene Kultur- und Naturlandschaft der einzigartigen Kitzbüheler Alpen ist nicht nur vielfältig, sondern bietet auch wichtige, unersetzliche Lebensräume für heimische Tiere und Insekten.Daher ist es uns eine besondere Ehre, diese Menschen und ihre Arbeit sowie Geschichten hier vorstellen zu dürfen, angefangen mit Leo Trixl, dem Fisch-Leo.

„Scho aus kloana Bua hob i gern mit de Fisch tu.“ Das vom Vater gebaute eigene Fischbecken hat dann Leo Trixl’s Schicksal besiegelt.

Der gebürtige Fieberbrunner ist mittlerweile nicht nur in seiner Heimat berühmt für die hervorragende Qualität seiner Produkte und seinen nachhaltigen Umgang mit Tier und Umwelt.  Sein Alleinstellungsmerkmal ist vor allem der züchterische Fokus auf die Tiroler Bachforelle. Diese unterscheidet sich insofern von der amerikanischen räuberischen Regenbogenforelle, als dass sie sich problemlos an die heimischen Bedingungen anpasst.

Die Tiroler Bach- und Bergforelle hatte für lange Zeit in schweres Päckchen zu tragen, machte ihr doch die Regenbogenforelle in Sachen Futter und Lebensraum in den Tiroler Gewässern starke Konkurrenz. Aus diesem Grund setzt sich Leo Trixl für eine nachhaltige Besiedlung der Bäche und Flüsse ein, um den heimischen Fischen wieder eine Chance zu geben. „Do kemmans donn von weit her für meine Fisch,“ erzählt er, wenn es darum geht, Tiroler Bachforellen als Dauergast in Tirols, Salzburgs und Bayerns Gewässern anzusiedeln.

Fisch Leo

„Aba man muss scho sagen, die Bachforelle hat ihre Ansprüch'“, schmunzelt der Fisch-Leo. „Die mag nur richtig sauberes, kühles Frischwasser.“ Denn die Wohlfühltemperatur für die Tiroler Forelle bewegt sich gerade einmal zwischen acht und neun sauerstoffreichen Grad. Der natürliche Speiseplan setzt sich aus im Wasser lebenden Insekten, kleinen Fischen, Krebstieren, Schnecken und anderen Wassertieren zusammen. In Leo Trixl’s Teichwirtschaft werden diese Bedingungen natürlich möglichst naturgetreu nachgestellt: Verfüttert wird hier nur 100%-Gentechnik- und Antibiotikafreies Futter aus der Heimat.

Der Weg der Forelle

Apropos Zucht: Was hat es eigentlich mit den zahlreichen Becken und Teichen auf sich? Da lacht der Leo, „des is sozusagen die Kinderstube, vom Kleinkindergarten über die Volksschule bis zur großen Welt.“ Am Anfang war…richtig – das Ei. Dieses stammt von dem Muttertier, welches durch das so genannte „Abstreifen“ ihre Eier ablaicht. In Kombination mit dem Samen von Papa Forelle, der Milch, und Frischwasser können die Eier befruchtet werden.

Jetzt heißt es: Ständige Versorgung der Eier mit frischem Quellwasser. Dazu gibt es das Bruthaus, denn die Eier sind nicht nur stoß- sondern auch lichtempfindlich. Zwei Monate später kommt es zum ersten großen Umzug: Aus den geschlüpften Larven sind kleine Fische geworden, die sich im Freien wohler fühlen. Ganz ausgewachsen ist eine solche Forelle aber erst mit drei oder vier Jahren und in dieser Zeit muss sie noch einige Umzüge hinter sich bringen.

Fisch Leo

Wie sagt man so schön: Gut Ding will Weile haben. Die Forellen beim Fisch-Leo bekommen jedenfalls definitiv die Zeit, die sie brauchen. Das macht sich bemerkbar – vor allem im Geschmack. Aber auch in anderen Aspekten macht es sich bemerkbar: „Sind alle Flossen gesund, das heißt, nahezu durchsichtig und ohne Abrieb, dann hatte der Fisch ein gutes Leben.“ Na dann Petri-Heil und guten Appetit!

Auch in diesem Jahr finden wieder die KochArt-Raritätentage: Heimischer Fisch vom 10. Bis zum 20. Juni 2021 statt.

Unter dem Motto: „Heimische Fische feiern ihr Comeback“, wird der Gaumen mit Tiroler Bachforelle und -Lachsforelle oder Saibling aus der Region verwöhnt.

Der Landwirt und langjährige Fischzüchter Leo Trixl aus dem Pillerseetal unterstützt uns dabei tatkräftig. Er schaut ganz besonders darauf, dass die Fische von Anfang an nur gesundes Futter bekommen.

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