Hoangascht mit Alexandra Pahr

Hoangascht mit Alexandra Pahr 1

Hoangascht mit Alexandra Pahr – Miss Tirol 2017

Innovative Ideen, Engagement und Motivation. Drei Fähigkeiten, die im Leben nicht nur der Grundstein für persönlichen Erfolg sind, sondern gerade von unternehmenslustigen Jungen und Junggebliebenen zum Fortschritt und zur Einzigartigkeit unserer Region beitragen und maßgeblich die Zukunft selbiger formen.

Wir wollen sie ins Rampenlicht rücken, ihre Geschichten erzählen und verdeutlichen, dass „die Jugend“ nicht schlechter als in früheren Zeiten ist und Innovation, Engagement und Motivation heute wichtiger denn je sind.

Servus, beim ersten Herzregion Hoangascht – eine Portraitreihe von herzregion.at! In regelmäßigen Abständen stellen wir euch Personen unserer Region vor, die unsere gemeinsame Zukunft mitgestalten. Den Beginn macht aus aktuellem Anlass Alexandra Pahr: Angehende Eventmanagerin, Sport-Ass und seit April 2017 als Miss Tirol offiziell die schönste Tirolerin!

Hoangascht mit Alexandra Pahr 2

 

Engagement von klein auf

Es ist schwer, dass man ihr in Kitzbühel noch nicht begegnet ist. Egal, ob beim Tennisspielen, Skifahren, beim Arbeiten im Rahmen des Hahnenkammrennens oder beim Generali Open, „Lexi“, wie sie von Freunden und Familie genannt wird, engagiert sich von klein auf in diversen (Sport-)Vereinen und bei Veranstaltungen in der Gamsstadt. Geboren und aufgewachsen ist die Tochter eines Jochbergers und einer Wienerin in Kitzbühel, wo sie auch den Kindergarten (damals noch Marienheim) und die Volksschule besuchte. „Den Dialekt hab’ i aber bei Mamas Familie in Wien g’lassen“, grinst die 23 jährige, die zugegebenermaßen nicht den stärksten Brixentaler Dialekt, dafür aber Schriftdeutsch mit charmantem Tiroler Einschlag spricht.

Seit ihrer Kindheit ist Alexandra begeisterte Sportlerin, so machte sie sich bereits in jungen Jahren sowohl beim Kitzbüheler Tennis- als auch beim Skiclub einen Namen. Dass sie der Sport ihr Leben lang begleiten wird, manifestierte sich auch in der Schulwahl – im renommierten Sportgymnasium „HIB Saalfelden“ drückte sie bis zur Matura die Schulbank. „Ursprünglich habe ich mich für den Skizweig beworben, aufgrund einer Verletzung leistete ich mir bei der Aufnahmeprüfung allerdings eine ‚Brez’n’, weshalb ich auf den regulären Sportzweig wechselte,“ erinnert sie sich bei unserem Hoangascht. „Auch, wenn damals eine kleine Welt für mich zusammengebrochen ist, so ist es im Nachhinein die richtige Entscheidung“, wie Alexandra heute meint.

Der Sport als ständiger Begleiter

Nach erfolgreich bestandener Matura im Jahr 2012, war für die Kitzbühelerin klar, dass ihre Ausbildung noch nicht zu Ende sein und ihre Interessen weiter vertieft werden sollten. Im Bachelorstudiengang „Sport- und Eventmanagement“ auf der Privatuniversität Schloss Seeburg konnte sie den Sport und ihr organisatorisches Talent verknüpfen. Bereits während des Studiums konnte sie in einem Praxisprojekt Gelerntes – noch dazu in der Region – umsetzen. Bei der Veranstaltung „Fit for brain, let’s train“ konnte Kindern in Zusammenarbeit mit der Volksschule Aurach, die Wichtigkeit gesunder Ernährung und Bewegung näher gebracht werden. Als Kooperationspartner konnte der bekannte Fitness- und Ernährungsexperte Toni Klein aus Salzburg gewonnen werden, der sie während des Projekts unterstützte.

Die Jungakademikerin schloss ihr Studium im Sommer 2016 mit dem Bachelor-Titel ab und erweitert heute in „Internationalen Wirtschaftswissenschaften“ an der Karl-Franzens-Universität in Innsbruck ihr betriebswirtschaftliches Fach- sowie ihr kulturelles Wissen. Dass es sie früher oder später für einige Zeit ins Ausland ziehen wird, ist für die IWW-Studentin klar: „Im Rahmen des Studiums bin ich verpflichtet, ein Auslandssemester zu absolvieren, weshalb ich mich auch explizit für IWW entschieden habe. Erfahrung im Ausland ist heute beinahe eine Grundkompetenz und ich finde es wichtig, über den Tellerrand zu blicken.“ Ob es sie in eine Wunschdestination in Skandinavien ziehen soll, steht noch offen, dass sie gerade norwegisch lernt, dürfte aber kein wesentlicher Nachteil dafür sein.

Alexandra Pahr und Ricciardo Selfie
Das berühmte Selfie von “Lexi” mit Daniel Ricciardo. Quelle: Von Alexandra Pahr zur Verfügung gestellt

Ihren ersten öffentlichen Auftritt hatte die Studentin beim letztjährigen Großen Preis von Österreich in Spielberg als „Formula Una“. Angespornt von zwei Freundinnen, die sie bei einem Online-Voting nominierten, holte sich Alexandra ihr Ticket und wurde als „Formula Una“ eines von 50 „Grid Girls Made in Austria“. „Was mir an den Formula Unas gefällt ist, dass der Veranstalter hier extremen Wert auf Bodenständigkeit legt. Keine künstlichen ‚Boxen Luder’, sondern Mädls in Dirndln, die das facettenreiche Österreich verkörpern“, attestiert die Kitzbühelerin. Jede „Formula Una“ wurde einem Rennstall zugewiesen, die maßgeschneiderten Dirndln wurden in den Farben des jeweiligen Stalls gefertigt – Lexi durfte das Mercedes Team betreuen. Zudem war sie über das Wochenende Hauptverantwortliche des Snapchat-Accounts von Red Bull Austria, dort entstand übrigens auch das berühmte Selfie mit Ricciardo, welches es sogar in die Krone schaffte.

Ein halbes Jahr nach ihrem Auftritt als „Formula Una“ wurde Alexandra ein weiteres Mal von Red Bull kontaktiert, um als eine von zwei Österreich-Botschafterinnen das Projekt Spielberg im Jänner 2017 beim Großen Preis von Australien zu vertreten. Dort war sie nicht nur Österreich-Vertreterin, sondern war diesmal sogar für den Instagram Account von Red Bull Austria verantwortlich und lieferte Einblicke hinter den Kulissen des F1 Grand Prixs nach Österreich.

Hoangascht mit Alexandra Pahr 3
Quelle: Von Alexandra Pahr zur Verfügung gestellt.

Von der F1 Rennpiste auf den Laufsteg

Drei Jahre lang musste Alexandra gefragt werden, ob sie sich als Miss Tirol Kandidatin aufstellen lässt, 2017 hat sie sich schließlich dafür entschieden – und holte den Titel in die Gamsstadt.

Herzregion: Welche Zweifel hattest du bei den ersten beiden Malen und was hat dich schlussendlich motiviert, doch an der Wahl teilzunehmen?

„Es war mir immer wichtig, dass man mich nicht auf mein Aussehen reduziert. Es war mir allerdings bewusst, dass das in einer gewissen Weise passieren wird, deshalb habe ich mich auf die ersten beiden Anfragen dagegen entschieden. Als mich heuer dann Lisa Höck diesbezüglich kontaktierte (Anm. Miss Tirol 2012 aus Kitzbühel), holte ich mir dann doch die Meinungen meiner Freunde und Familie ein, die sofort hinter mir standen und mich dazu ermutigten. Ich dachte mir, ‚ich habe ja nichts zu verlieren’ und kann mit der Kandidatur auch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf wichtige Themen, für die ich stehe, lenken. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, bei der Wahl teilzunehmen.“

Herzregion: Wie verlief dann die Wahl für dich persönlich?

„Dass ich dann gewonnen habe, kam für mich total überraschend. Mit meinen Freunden, die mich begleiteten, habe ich ausgemacht, dass wir gemütlich nach der Wahl noch in Kitzbühel ausgehen, weil ich im Vorfeld wirklich nicht damit gerechnet habe, zu gewinnen. Das schönste Gefühl an der ganzen Wahl war nicht der Sieg an sich, sondern der Moment als ich das erste Mal an dem Abend auf der Bühne stand und mir meine Freunde und Familie im Publikum sogar mit Transparenten zujubelten. Das übertraf alles!“


YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden


Ende April wurde Alexandra Pahr im Casino Kitzbühel zur Miss Tirol 2017 gekürt und brachte den Titel das erste Mal seit 2012 wieder in die Gamsstadt. „Ich war von der Unterstützung meiner Freunde, Familie und meinen Bekannten vor und nach der Wahl überwältigt. Es gab natürlich auch negative Kommentare, die mit meinem Sieg nicht zufrieden waren. Am Ende des Tages überwogen allerdings die zahlreichen positiven Rückmeldungen, vor allem von Personen, mit denen ich schon länger nichts mehr zu tun hatte.“
Wenige Wochen darauf starteten bereits die Vorbereitungen für die Miss Austria Wahlen in Baden im Juli des Jahres. Auch, wenn sie als eine von mehreren Favoriten galt, musste sie sich im Casino Baden Celine Schrenk geschlagen geben. Wie immer, nimmt es Alexandra sportlich und sieht die positiven Erfahrungen aus der Vorbereitungszeit als eigentlichen Gewinn:

„Ich konnte in der Zeit extrem viel lernen. Die Vorbereitungen fanden in der Therme Geinberg statt. Jeden Tag gab es ein Themenprogramm – vom Schauspielunterricht, über ein Shooting mit Starfotograf Manfred Baumann bis hin zu Persönlichkeitstrainings mit Motivationscoach Gabriel Schandl. Das Netzwerk und Wissen, welches ich mir hier aufbauen konnte, ist enorm viel wert und ich hätte den Zugang dazu ohne meine Entscheidung, bei den Wahlen mitzumachen, nicht erhalten.“

Über Social Media und unsere Region

Ihrem Missen-Titel geschuldet, kennt man Alexandra Pahr mittlerweile auch über die regionalen Grenzen hinweg. Interviews, Zeitungs- und auch Fernsehberichte folgten in den vergangenen Monaten. Beim Generali Open 2017 in Kitzbühel hatte die neugewählte Miss einen Auftritt mit Tennis-Legende Barbara Schett und sammelte gemeinsam mit ihr über 1.600 Euro im Rahmen einer Charity Aktion für das SOS Kinderdorf. Bekanntheit verpflichtet vor allem im digitalen Zeitalter, das weiß auch die 23 jährige Kitzbühelerin:

Herzregion: Du hast auf Instagram bereits über 4.000 Personen, die dir folgen. Das ist für eine Privatperson schon ziemlich viel, wie gehst du damit und prinzipiell mit Social Media um?

„Ich würde sagen, dass ich Social Media überdurchschnittlich nutze und finde, dass es heutzutage extrem sinnvoll eingesetzt werden kann, sofern es richtig gemacht wird. Ich habe mittlerweile ein starkes, auch internationales Netzwerk, welches ich über die sozialen Medien sehr effizient pflegen kann. Was meinen Instagram Account betrifft, so finde ich einen bedachten Umgang damit sehr wichtig. Wenn dir viele Menschen digital folgen, hast du mit den Inhalten, die du postest, Verantwortung, das ist mir vollkommen bewusst.“

[wdi_feed id=”3″]

Auch wenn auf Alexandras Instagram Account des Öfteren der Hashtag #PermanentesFernweh mit Bildern aus verschiedensten Orten der Welt zu lesen ist, so ist sie ein großer Fan unserer Region und zu 110% Kitzbühelerin. „Ich liebe es bei uns. Ich schätze die Freundlichkeit unserer Leute – egal ob man jemanden kennt, oder nicht. Auch die Hilfsbereitschaft untereinander ist ein Punkt, der unsere Region so einzigartig macht.“ Auf die Frage, was sie an unserer Region gerne ändern würde, meint sie: „Ein paar mehr Parkplätze in Kitzbühel, vor allem in der Saison, wären fein“, und grinst.

Hoangascht mit Alexandra Pahr 4
Im Hoangascht mit Oliver von herzregion.at – Alexandra Pahr im Interview