Kino-Herbst in Wien

An weniger goldenen Herbsttagen lockt ein gemütlicher Kinoabend – Mit einer Tüte frischem Popcorn kann man so auch die regnerischen Tage genießen. Wien erwacht im Herbst zur reinsten Film-Metropole. Eine Menge Filmfestivals öffnen ihre Türen im Oktober, und sorgen für filmreife Erlebnisse. Wer keines dieser Highlights verpassen, und zusätzlich noch die Hotspots der Kinos abseits des Mainstreams kennenlernen möchte, aufgepasst!

Licht aus und Spot an für den Kino-Herbst in der Hauptstadt.

Zeitreise per Kinofilm – Science-Fiction im Park

Der Festival-Herbst steht mit einem Schmankerl für alle Science-Fiction-Liebhaber in den Startlöchern. Vom 6. bis 11. September geht es für „Science-Fiction im Park“, in den Bruno-Kreisky-Park. Unter dem Motto „Zeit und Raum: Life, the universe and everything“ werden an sechs Tagen sechs verschiedene Science-Fiction-Filme gezeigt. Alle haben Sie thematisch etwas mit dem Reisen zu tun, natürlich hier im weitesten Sinne durch Raum und Zeit. Die Organisatoren des Events, die St. Balbach Art Produktion, geht mit diesem Schwerpunkt ebenfalls auf die Corona-Pandemie ein. Nach über einem Jahr Pandemie sei der Wunsch des Reisens immer größer geworden; entweder an andere Orte oder andere Zeitpunkte, wie vor oder nach der Pandemie. Filmisch wird dieser Wunsch des Publikums also durch Science-Fiction umgesetzt, um der Realität zu entfliehen. Klassiker wie „Der Schläfer“ oder „Planet der Affen“ werden unter anderem vorgeführt. Nehmt euch ein paar Freunde mit und macht euch einen guten Abend. Denn das Beste: Alle sechs Vorstellungen sind komplett kostenfrei. Es können also umso mehr leckere Snacks und Getränke gekauft werden. Alle weiteren Infos zum Event, sowie die aktuellen Corona-Auflagen, findet ihr auf der Website des Festivals. Dort erfahrt ihr ebenfalls über eine Hotline ob die Vorstellungen, abhängig von der Wetterlage, stattfinden können.

Geschichte ist lebendig – das jüdische Filmfestival

TROTZDEM! lautet das diesjährige Jubiläums-Motto des jüdischen Filmfestivals in Wien. Seit 30 Jahren werden hier Filme mit jüdischer Thematik aus aller Welt in die Kinos der Hauptstadt gebracht. Das diesjährige Motto entstand ebenfalls aus einer Nebenwirkung der Corona-Pandemie. Denn die Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus haben erneut den latenten Antisemitismus in der Gesellschaft sichtbar gemacht. Genau aus diesen Gründen sind die Organisatoren des Festivals noch bestärkter in ihren Zielen, Menschen mit ihren Vorstellungen zum Nachdenken anzuregen. Im Fokus steht das Leben normaler jüdischer Bürger:innen beginnend bei der Zwischenkriegszeit, über die Naziherrschaft bis zum heutigen Tage. Ein absolut sehenswertes Projekt, für welches man sich unbedingt einen freien Abend einplanen sollte. Das vollständige Programm kann auf der offiziellen Website des Festivals eingesehen werden. Tickets bekommt ihr online zwischen 6,00 € – 9,50 €.

Kinosessel

Hochkarätige Kinokultur – die Viennale

Die Zielgerade des Oktobers, und somit auch die der Festival-Wochen bildet Österreichs größtes internationales Filmfestival: die Viennale. 2021 als Jahr der Übergänge und Veränderungen erkennend, möchte die Viennale filmisch über die vergangenen Monate reflektieren. Sei es in politischer Hinsicht, oder auf Corona bezogen, der Umgang mit- und untereinander oder das wachsende Bewusstsein für die Umwelt. Orte des Geschehens, sind die klassischen Spielstätten der Viennale. Ob Gartenbaukino, der place-2-be für urbane Kinokultur in Wien, dem Stadtkino im Künstlerhaus, dem traditionsreichen Urania oder dem METRO Kinokulturhaus, die Augenweide der Wiener Kinos – Ihr kommt bei der Viennale in alle wichtigen Filmpaläste. Gezeigt werden unteranderem Kino-Filme aus den USA, Frankreich, Schweden oder Deutschland, von international bekannten Regisseuren wie Fabrizio Ferraro. Die erste Programmvorschau kann online eingesehen werden, allerdings wird das gesamte Programm erst am 12. Oktober veröffentlich, genau wie der Pocketguide (ein kostenloses Programmheft zum Festival) sowie der Katalog. Wer nichts mehr bis zum Festival-Start verpassen möchte, sollte sich unbedingt für den Newsletter registrieren.

Sehenswert ist hier nicht nur der Film – die Hotspots der Kinokultur

Wen es weniger zu den großen Events zieht, sondern eher auf der Suche ist nach einem ungestörten Abend im Kinosaal, für den haben wir ebenfalls die richtigen Adressen.

Das Admiral Kino ist ein charmant uriger Filmpalast mit Charakter. Erstmalig 1913 eröffnet, hat es nun schon über 100 Jahre auf dem Buckel! Über die letzten 10 Jahre wurde das geschichtsträchtige Kino behutsam von Grund auf renoviert, um heutzutage geltenden technischen Standards gerecht zu werden. Vorwiegend europäische Filme in Originalfassung laufen mittlerweile über die Leinwand des Kinosaals, sowie zahlreiche Spezialprogramme und Veranstaltungen. Mit Kinokultur im Retro-Look wird hier vorwiegend das studentisch-anspruchsvolle Publikum bedient.

Ein echtes Unikat stellen die Breitenseer Lichtspiele – das älteste Kino Wiens. Seit 1905 bekommt ihr hier ausschließlich österreichische und europäische Filme, wobei das Konzept durch Spezialvorstellungen wie Stummfilme oder Live-Vertonungen aufgelockert wird. Eine normale Vorstellung bekommt ihr hier für erschwingliche 9€, die Filmkonzerte kosten 15€ da es Live-Veranstaltungen sind.

Abschließend möchten wir euch das Votiv Kino vorstellen. Mit etlichen Specials wie dem sonntäglichen Filmfrühstück, mit kulinarischer Untermalung der Vorstellung, oder dem Babykino mit kinderfreundlicher Lautstärken-Anpassung. Mit angehängtem Café ist hier durchweg auch für das leibliche Wohl gesorgt. Für ca. 8€ könnt ihr hier eure liebste Film-Erscheinung genießen.

Kino Leuchtreklame
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