Schleierwasserfall – Mystisch schönes Naturschauspiel

Von den Einheimischen auch Schleierfall oder nur Schleier genannt, liegt dieser majestätische Wasserfall direkt am Fuße der Maukspitze im Wilden Kaiser. Dort stürzt das Wasser über einen etwa 60 m hohen Felsvorsprung: Wie ein Schleier legt das Wasser sich hier vor die schroffen Felsen und mündet schließlich im Rettenbach. Genau genommen, stürzen hier sogar zwei Wasserfälle tosend in die Tiefe.

In wahrhaft atemberaubender Kulisse gelegen, ist das Naturschauspiel Hohepunkt von verschiedenen Wanderungen.
Doch nicht nur dafür ist dieses spezielle Gebiet des Wilden Kaisers bekannt, sondern auch für einen der anspruchsvollsten Klettergärten der Alpen. Ein Paradies für Extrem- und Sportkletterer!
Zu jeder Jahreszeit sind hier wahre Meister der Kletterkunst beim Bezwingen unterschiedlichster Routen zu bestaunen.

Schleierwasserfall – Mystisch schönes Naturschauspiel 1

Wie gelangt man zu dem Wasserfall?

Gleich zwei Wege führen an dem Naturschauspiel vorbei: Die Schleierwasserfall-Runde und der Tauernblick Panorama-Rundweg.

Die Schleierwasserfall-Runde startet am Badesee in Going. Von dort aus geht es an der Aschingerkapelle vorbei in Richtung Wilder Kaiser bis zur Kreuzung „Fußweg-Wasserfall-Graspoint“. Es folgt ein etwa 20-minütiger Anstieg über Almen, bis man zurück auf einen Forstweg gelangt und über einen schmalen Steig zum Naturschauspiel Schleierwasserfall gelangt.

Von den Felsen des Wasserfalls aus wird die Wanderung in Richtung Stiegenbachfall fortgesetzt (sofern man sich schon sattgesehen hat 😉). Über Almwiesen und durch ein Waldgebiet führt ein Pfad bis zur Jausenstation Graspoint-Niederalm, in der man einkehren und sich stärken kann. Der Abstieg über einen Forstweg führt bis zur Aschingerkapelle und von dort geht es über die Straße zurück bis zum Startpunkt.

Wasserfall

Mit der Sonne im Gesicht, zu Füßen des Wilden Kaisers startet der Tauernblick Panorama-Rundweg beim Wanderstartplatz Hüttling und der Aschingerkapelle. Steil bergauf führt ein Forstweg hinauf zur Kreuzung „Schleierwasserfall“. Über Almen und durch den Wald geht es bis erneut der Forstweg erreicht wird. Anschließend gelangt man über einen schmalen Steig zu dem Schleierfall.

Wurde dieser ausreichend bestaunt und das ein oder andere Foto geschossen, geht es weiter zum Stiegenbach Wasserfall, zur Oberen Regalm und schließlich über Wiesen hinauf zu den Brennenden Palven. Dort lässt es sich wunderbar bei traumhaftem Panoramablick verschnaufen. Anschließend erfolgt der Abstieg zur Gaudeamushütte, wo sich durchaus eine kleine Stärkung finden lässt und zudem noch ein einmaliger Blick auf das Ellmauer Tor geboten wird.

Der Markierung 813 Richtung Märchenwiese folgend geht es zur Tannbichlkapelle (auch „Bergsteigerkapelle“ genannt), immer dem Forstweg folgend bergab. Vorbei am Brunntrog und dem Schranken gelangt man schließlich an das Ende des Waldes. Weiter geht es in Richtung Goinger Badesee, zurück zum Aschauerweg bis zuletzt der Ausgangspunkt der Wanderung erreicht wird.