Vorteile des regionalen Einkaufs

Beim wöchentlichen Einkauf steht man mittlerweile meist vor einer kniffligen Herausforderung – „Welches Produkt soll ich kaufen?“, „Regional, oder nicht?“, denn die Auswahl ist mehr als üppig. Beinahe jede Obst- oder Gemüsesorte wird in zwei- oder dreifacher Ausführung angeboten, die sich gegenseitig mit übertreffenden Versprechen verzieren. Besonders knackig, besonders lange frisch, extra lang haltbar oder regional angebaut sollen die Produkte sein. Aber worauf kommt es eigentlich bei der Auswahl der Lebensmittel an?

Richtig einkaufen, aber wie?

Einen der wichtigsten Faktoren möchten wir euch heute näherbringen, denn mit dieser Kaufentscheidung könnt ihr euch, eurer Familie und der Umwelt etwas Gutes tun! Die Rede ist vom Einkauf regionaler Lebensmittel. Um die Vorteile des regionalen Kaufens zu verstehen, ist es wichtig sich über die generelle Belastung der Umwelt bei der Beschaffung von Lebensmitteln bewusst zu sein. Gerade die Lieferketten erzeugen mit am meisten Emissionen. Beim Kauf von Lebensmitteln, die gerade nicht in der Saison liegen, sollte man sich selbst einmal fragen: „Wo kommen diese denn nun eigentlich her?“ Jeden Tag werden Tonnen an Lebensmittel Übersee nach Deutschland transportiert, meist per Lufttransport. Der Flugverkehr belastet in der Lieferkette die Umwelt am meisten, gefolgt von LKW, der Bahn und Schiffen. Meist ist es als Käufer aber nicht ersichtlich, welchen Weg die Lebensmittel hinter sich haben, denn auf den Etiketten ist häufig nur das Herkunftsland verzeichnet, nicht aber wie die Lebensmittel verfrachtet wurden. Daher sollte man sich immer daran erinnern, dass exotische Früchte sowie nicht-saisonale Erträgnisse, die im Supermarkt angeboten werden, in den meisten Fällen, eine hohe Umweltbelastung zur Folge haben.

Auswahl Gemüse Supermarkt

Lieferketten belasten die Umwelt

In Deutschland werden rund 4% aller Lebensmittel importiert. Die Strecken, die dabei zurückgelegt werden, machen im Vergleich mit allen Lebensmitteln über zwei Drittel aus. Der Großteil dieser Importware gelangt mit dem Schiff nach Deutschland, was, gegenüber dem Lufttransport, die weniger belastende Option darstellt. Allerdings wird dabei 11-mal mehr Energie und ebenso viel mehr CO2 verbraucht, als lokale Produkte in Anspruch nehmen würden. Übertroffen werden diese Zahlen durch den Luftverkehr – hierbei werden pro ein Kilo transportierter Lebensmittel sage und schreibe 170-mal so viele Emissionen erzeugt, wie der Schiffsverkehr beansprucht. Ein Kilogramm Importware steht mit seiner Bilanz also ca. 90 Kilo einheimischer Produkte gegenüber. Dabei muss natürlich bedacht werden, dass eine Vielzahl der importierten Produkte nicht etwa aus Lebensmitteln besteht, die bei uns nicht wachsen würden. Nein, den Großteil stellen hier heimische Nahrungsmittel welche saisonunabhängig verkauft werden sollen.

Flugzeug am Flughafen

Die Vorteile des regionalen Einkaufs

Die Lösung, um seinen eigenen ökologischen Fußabdruck beim Einkauf so gering wie möglich zu halten, stellt der Bedacht auf regional-saisonale Produkte dar. Hierbei wird darauf geachtet seine Lebensmittel von regionalen Anbietern zu beziehen. Viele Supermärkte führen aus Eigeninitiative vermehrt regionale Erträgnisse, um die steigende Nachfrage der Käufer zu bedienen. Wer ein solches Angebot im gängigen Supermarkt nicht findet, kann es einmal in Erwägung ziehen, einen Bio- oder Bauernladen im eigenen Ort ausfindig zu machen. Diese meist privat-geführten Supermärkte bieten ein umfangreiches Angebot an regional und vor allem saisonalen Lebensmittel.

Die Vorteile, die ihr daraus zieht, sind wirklich beachtlich: Zum einen werden lange Transportwege eingespart, und somit die Energie- und Emissionsbilanzen direkt gesenkt. Ihr unterstützt außerdem lokale Bauern und Landwirte, und erhaltet durch die direkte Nähe zum Anbieter, meist detaillierte Informationen zu den entsprechenden Produkten z.B. zu Produktionsbedingungen oder Haltungsform. Zumeist sind die Lebensmittel gesünder. Importiertes Obst und Gemüse wird, des langen Transportweg wegen meist unreif geerntet damit es nicht verdorben ist, wenn es bei uns ankommt. Regional-saisonale Produkte hingegen können ausreifen und erhalten dadurch einen weitaus höheren Vital- und Nährstoffgehalt. Durch das normale Reifverhalten sind Obst und Gemüse aus der Region meist auch wesentlich schmackhafter. Günstig für euren Geldbeutel ist das regionale Einkaufen ebenfalls – Da die Produkte keinen langen Transport benötigen, werden hier Kosten eingespart. Für den Käufer macht sich dies durch günstigere Preise ebenfalls bemerkbar.

Es ist also gar nicht so schwierig, wie es zu Beginn vielleicht erscheint, ein kleiner Umweltheld zu sein. Natürlich kann man mit solchen Veränderungen auch nicht von einem auf den anderen Tag das Klima retten. Aber ein kleiner Anfang ist viel wert und das Bewusstsein zu besitzen wie unsere täglich konsumierten Lebensmittel hergestellt werden ist ein guter Schritt in die richtige Richtung. Daher ist es uns bei Herzregion auch extrem wichtig, lokale Unternehmen zu fördern, um zu helfen dieses Bewusstsein, um den Wert der Regionalität zu steigern.

Regional Einkaufen
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